Bericht 03.04.2022

Kreisliga-Fortsetzung für Westheim II am 03. April


Bei der letzten regulär angesetzten Partie war Westheim II am 03. April zu Gast bei der VII. Mannschaft des SK Landau in der Mensa der Integrierten Gesamtschule. Diese VII. Mannschaft, ausschließlich aus Jugendlichen bestehend, zeigte sich, so sei vorausgeschickt, keineswegs so schwach, wie die Gesamt-Aufstellung der zahlreichen Mannschaften des Landauer Vereins vermuten lassen könnte.
Die „schnellste" Partie lieferte bei seinem erstem Liga-Einsatz für Westheim Leonardo di Caro, an Brett 4 mit den schwarzen Figuren.
Im 13. Zug gelang ihm nach zunächst etwas unklaren Partieverlauf eine intelligente Doppel-Drohung, auf die sein Gegner nur noch mit einer Verzweiflungs-Verteidigung reagieren konnte. Leonardo nutzte die entstandene Schwäche konsequent; die unmittelbare Folge waren massive Material-Verluste beim Gegner. Weiß gab schließlich nach 28 Zügen, in völlig aussichtsloser Situation, auf.
Die zweite Schwarz-Partie verlief spannend, mit einem von Klaus Stadler recht risikobereit geführten Kampf. Weiß spielte hauptsächlich auf zwei mit seinen Türmen massiv bedrohte zentralen Reihen und konnte sie zeitweise sogar besetzen. Schwarz operierte gleichzeitig mit einer über lange Zeit gefährdeten Königsstellung, Der Landauer Spieler jedoch "bezahlte“ die Zentrumsbeherrschung mit der Position seines Königs in der Ecke, verwundbar für Schachgebote der schwarzen Dame. Das Ende nahte dann nach einer schwarzen Turmverdopplung, wobei Weiß das letzte dieser Schachgebote nur noch mit einem Not-Zug parieren konnte, auf Kosten von Material-Verlust. Das Matt mit dem weißen König am Rand war fast zwangsläufig. Damit führte Westheim II mit 2:0.
An Brett 3 lief die zweite Weiß-Partie ab, bei der es Mathias Scherer mit einem von den Wertungsziffern her klar überlegenen Landauer Spieler zu tun hatte, der ihn dennoch nicht dominierte, sondern sich die eine oder andere Schwäche erlaubte. Bis weit in die Partie hinein entwickelte sich ein recht ausgewogener Kampf, in dem sich Weiß erst im 30. Zug zu einem mehr als wagemutigen Angriff gegen die schwarze Dame verleiten ließ und durch Materialverlust auf die Verliererstraße geriet. Weiterer Materialverlust folgte, die Aufgabe war dann kaum zu vermeiden.
Das schwerste Stück Arbeit hatte erneut Wolfgang Becki am ersten Brett, auch mit Weiß. der seinem Gegner mit der Sokolsky-Eröffnung (1. b4) zwar ziemlich zusetzte, aber auf eine sehr solide und beharrliche Gegenwehr traf. Einen eher missglückten Angriffsversuch seines Gegners konnte er dann souverän parieren. Dies brachte ihn recht schnell in eine komfortable Gewinn-Position. Der Landauer Spieler lehnte ein Remis-Angebot ab, um die schwache Chance auf einen Sieg und damit ein Gesamt-Unentschieden zu wahren. Nach 34 Zügen streckte er jedoch die Waffen – zum Endstand von 1:3 zu Gunsten von Westheim.
Damit hat Westheim II, gleichzeitig Tabellenführer, eine „weiße Weste" und kann in den beiden Nachholpartien am 12. Juni (in Westheim gegen die VI. Mannschaft des SK Landau) und am 10. Juli (in Bellheim gegen die dortige IV. Mannschaft) gelassen entgegen sehen.

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